Mod-mäßig gut drauf

Was hippe Jungs und Mädels in Berlin können, das konnten Mods schon lange. Die Subkultur aus den 1960er-Jahren prägte ihre Zeit mit cooler Musik und eigenem Stil – und feiert jetzt ein furioses Comeback.

Vespa, Anzug plus Parka, Beatle-Frisur und weiße Socken für Ihn. Mini, Bob und geometrische Schnitte für Sie. Und fertig war der perfekte Mod-Style in den 1960er-Jahren. Mit Stilikonen wie dem Model Twiggy oder dem Drummer von The Who, Keith Moon, tanzte die Subkultur, die in London nach dem Stil der oberen Gesellschaftsschichten strebte, durch die Nächte. Und derzeit feiert der Look auf den Laufstegen von DKNY, Bottega Veneta und Burberry Prorsum ein cooles Comeback. Der New-Mod-Look  für die Frau ist vor allem eins: sexy. Schmal geschnittene Rollkragenpullis und Minikleider oder -Röcke in A-Linie machen Twiggy Konkurrenz. Regencapes und grafisch gemusterte Mäntel schützen vor Herbststürmen und dem nächsten Regenguss. Wer es lieber cooler mag, der borgt sich den Look der Jungs und trägt zu aufgekrempelten Jeans weiße Socken und Pumps mit Blockabsatz. Auch mit von der Partie sind Pünktchen und Karos sowie Lackstiefel. So zeigt sich beispielsweise der Karomantel bei Woolrich modern und neuinterpretiert mit Pelzkragen. Süß zu Minirock oder –kleid sind Pünckten-Strumpfhosen, die im Herbst für warme Beine sorgen. Aber sie sind kein Muss: wer lieber auf Muster verzichtet, der macht mit bunten Strumpfhosen auch alles richtig. Nun nur noch eine Platte von The Who oder The Kinks auflegen und los geht die Zeitreise in die Swinging Sixities! (lb)